Donnerstag, 27. August 2015

Herkt-Interview im GA

Die Sportfachleute der Koalition Stv. Dr. Katzidis (CDU-Fraktion), Stv. Rolf Beu (Bündnis 90/Grüne) und Florian Bräuer FDP-Fraktion) nehmen zu dem GA-Interview „Herkt: Sparprojekt gescheitert“ wie folgt Stellung:
Die Verwaltung hat sich in dieser Bädersaison kopf- und führungslos gezeigt. Auf Grundlage der von der Verwaltung selber vorgelegten Organisationsuntersuchung sollten Einsparungen im Bäderbereich vorgenommen werden. In vielen Gesprächsrunden hat die Koalition dabei noch einige Verbesserungen erreichen können, trotz allem haben wir den vorgeschlagenen Einsparvorschlägen zugestimmt.

Die Aussagen des Sportamtsleiters im GA-Interview zeigen deutlich, dass nach wie vor wenig Bereitschaft zu flexiblen Handeln im Bäderbereich vorhanden ist. Der oft vorgebrachte Hinweis, die Politik habe dies so gewollt, ist nur eine Halbwahrheit. Grundlage für alle Spardiskussionen war die von der Verwaltung vorgelegt Organisationsuntersuchung, die die umgesetzten Maßnahmen so vorschlug. Wenn nun vorgetragen wurde, das „Sparprojekt ist gescheitert“, muss die zugrunde liegende Organisationsuntersuchung mehr als fragwürdig angesehen werden. Uns stellt sich die Frage, ob die Verwaltung mit Ihren Vorschlägen eine Schließung von Bädern ohne Konzept einleiten will.
Auch das Problem mit der Ausgabe von Happy-Hour-Karten ist gegenüber der Politik nicht thematisiert worden. Die Rückgabe von Happy-Hour-Karten sind nun ebenso wie die eingeschränkten Tagesöffnungszeiten und die unflexible Saisonöffnungszeit, die Ursache für verpasste Einnahmen in diesem Schönwettersommer, der die Bäderkassen hätte klingeln lassen können.“

Die problematische Personalsituation ist hausgemacht, da der Oberbürgermeister und das Sportamt nicht bereit sind flexibel zu handeln. Nach unseren Informationen soll es sogar so sein, dass teilweise bis zu 3 Fachkräfte pro Schicht anwesend und nicht ausgelastet waren bzw. sind. Hier hätte man offensichtlich durch einen besser organisierten und flexibleren Personaleinsatz analog der herrschenden Besucherzahlen sogar längere Öffnungszeiten gewährleisten können.

Was auch immer wieder uns vorgetragen wird, ist die Verweigerungshaltung der Bäderverwaltung bei der Beteiligung durch Schwimmvereine am Betrieb von Schwimmbädern. Dies ist nicht nachvollziehbar, da gerade das ehrenamtliche Engagement einen hohen Stellenwert haben sollte, da es die Verwaltung entlastet.

Für die kommende Badesaison 2016 erwarten wir einige Änderungen in der Haltung des Sport- und Bäderamtes.